Prozent berechnen — Anteil, Veränderung und prozentuale Abweichung
Um Prozent zu berechnen, teilen Sie den Prozentsatz durch 100 und multiplizieren mit dem Grundwert: 19 % von 1.000 € sind 0,19 × 1.000 = 190 €. Fünf Rechner stecken auf dieser Seite — der Prozentwert, der Prozentsatz, die prozentuale Veränderung, der Grundwert vor dem Rabatt und die prozentuale Abweichung im Soll-Ist-Vergleich. Alles rechnet Ihr eigenes Gerät im Browser; nichts wird an einen Server geschickt.
1 Wie viel sind X % von Y?
Der Prozentwert — für Umsatzsteuer, Rabatt, Provision oder Trinkgeld.
2 X sind wie viel Prozent von Y?
Der Prozentsatz — für Noten, Fortschritt oder den Marktanteil.
3 Prozentuale Veränderung von X auf Y
Um wie viel Prozent ein Preis, ein Gehalt oder eine Rechnung gestiegen oder gefallen ist.
4 Y sind X % — von welchem Grundwert?
Der Rückweg: der Preis, den ein Artikel vor dem Rabatt hatte.
5 Prozentuale Abweichung berechnen (Soll-Ist-Vergleich)
Wie weit ein Istwert von einem Sollwert abweicht — für Budget, Plan, Prognose oder Messung.
Absolute Abweichung: +50 · Symmetrische prozentuale Differenz, wenn keiner der beiden Werte die Referenz ist: 22.2222%
Wie berechnet man Prozent? Grundwert, Prozentwert und Prozentsatz
Prozent heißt „von hundert“ — pro centum. 19 % sind also 19 von 100, die Bruchzahl 19/100 oder die Dezimalzahl 0,19. In der deutschen Schule bekommt die Prozentrechnung drei feste Namen, und wer sie einmal auseinanderhält, braucht nie wieder eine Formel auswendig zu lernen: der Grundwert G ist das Ganze, der Prozentwert W der Anteil davon, und der Prozentsatz p sagt, wie groß dieser Anteil in Hundertsteln ist.
Aus einer einzigen Gleichung — W = G · p ÷ 100 — fallen alle drei Aufgaben heraus, je nachdem, welche Größe fehlt. Genau das macht auch der Dreisatzrechner: die Prozentrechnung ist nur ein Dreisatz, bei dem die zweite Zeile immer 100 heißt.
1. Prozentwert gesucht
W = (p ÷ 100) × G Beispiel: 19 % von 1.000 €
= (19 ÷ 100) × 1.000 = 0,19 × 1.000 = 190 €
2. Prozentsatz gesucht
p = (W ÷ G) × 100 Beispiel: 87 von 120 Punkten
= (87 ÷ 120) × 100 = 72,5 %
3. Prozentuale Veränderung
Veränderung = ((neu − alt) ÷ |alt|) × 100 Beispiel: von 80 € auf 100 €
= ((100 − 80) ÷ 80) × 100 = +25 %
4. Grundwert gesucht
G = W ÷ (p ÷ 100) Beispiel: 84 € sind 70 % von
= 84 ÷ (70 ÷ 100) = 84 ÷ 0,70 = 120 €
5. Prozentuale Abweichung
Abweichung = ((Ist − Soll) ÷ |Soll|) × 100 Beispiel: Soll 200 €, Ist 250 €
= ((250 − 200) ÷ 200) × 100 = +25 %
Der häufigste Fehler steckt in Formel 3 und 5: geteilt wird immer durch den Ausgangs- beziehungsweise Sollwert, nie durch den neuen Wert. Und in Formel 4 teilt man durch den Prozentsatz, der übrig bleibt, nicht durch den, der abgezogen wurde.
Prozentuale Abweichung berechnen: drei Formeln, die ständig verwechselt werden
„Prozentuale Abweichung“ ist kein eindeutiger Begriff — hinter dem Wort stecken drei verschiedene Rechnungen, und die meisten Seiten werfen sie durcheinander. Rechner 5 oben verwendet die relative Abweichung vom Sollwert, also die Bedeutung, die im Controlling, in der Produktionsplanung und in der Messtechnik gemeint ist:
Prozentuale Abweichung = (Istwert − Sollwert) ÷ |Sollwert| × 100
Der Sollwert steht im Nenner, weil er die Bezugsgröße ist: das Budget, der Planwert, der Nennwert, der wahre Messwert. Das Vorzeichen ist Information, keine Nebensache — ein Plus ist eine Überschreitung, ein Minus eine Unterschreitung. Ein Marketingbudget von 200.000 € mit 250.000 € Ist ergibt (250.000 − 200.000) ÷ 200.000 × 100 = +25 %; eine Tagesproduktion von 940 Stück gegen ein Soll von 1.000 ergibt −6 %.
Warum das dieselbe Rechnung wie die prozentuale Veränderung ist
Rein rechnerisch ist die Abweichung identisch mit der Veränderung aus Rechner 3 — beide teilen die Differenz durch den Bezugswert. Der Unterschied liegt darin, was der Bezugswert ist: bei der Veränderung ein früherer Wert auf einer Zeitachse, bei der Abweichung ein vorgegebener Soll- oder Referenzwert. Deshalb steht auf dieser Seite beides nebeneinander und nicht zweimal dasselbe unter zwei Namen: Sie wählen die Karte, deren Beschriftung zu Ihrer Frage passt.
Wichtig ist dabei, dass die Rechnung nicht symmetrisch ist. Vertauschen Sie Soll und Ist, kommt nicht dasselbe mit umgekehrtem Vorzeichen heraus: 200 → 250 sind +25 %, 250 → 200 aber nur −20 %, weil sich der Nenner mitgeändert hat. Aus demselben Grund war die Mehrwertsteuersenkung von 19 % auf 16 % im Jahr 2020 eine relative Senkung um 15,7895 %, die Rückkehr von 16 % auf 19 % zum Jahreswechsel aber eine relative Erhöhung um 18,75 %.
Wenn es gar keinen Sollwert gibt: die symmetrische prozentuale Differenz
Manchmal vergleicht man zwei gleichberechtigte Werte — zwei Messreihen, zwei Angebote, zwei Labore. Dann gibt es keinen Grund, ausgerechnet einen von beiden in den Nenner zu setzen, und man nimmt ihren Mittelwert:
Prozentuale Differenz = |a − b| ÷ ((a + b) ÷ 2) × 100
Für 200 und 250 ergibt das 50 ÷ 225 × 100 = 22,2222 % — und zwar in beiden Reihenfolgen gleich, während die Abweichung je nach Blickrichtung 25 % oder 20 % liefert. Genau deshalb gibt Rechner 5 diesen Wert zusätzlich aus: er ist die richtige Zahl, sobald keiner der beiden Werte die Referenz ist. Er ist immer positiv und immer kleiner als die größere der beiden einseitigen Abweichungen.
Absolute oder prozentuale Abweichung?
Die absolute Abweichung ist schlicht die Differenz Ist − Soll, in Euro, Stück oder Millimetern. Sie beantwortet „wie viel“, die prozentuale Abweichung beantwortet „wie schlimm“. 50 € über Plan sind bei einem 200-€-Budget dramatisch (+25 %) und bei einem 200.000-€-Budget ein Rundungsfehler (+0,025 %). Berichten Sie deshalb beide Zahlen — Rechner 5 zeigt sie zusammen an — und geben Sie bei Toleranzen immer an, worauf sich die Prozentangabe bezieht: ±2 % vom Nennwert ist etwas anderes als ±2 % vom Messbereichsendwert.
Referenztabelle: X % der häufigsten Beträge
Zum Nachschlagen auf einen Blick. Nachkommastellen sind auf 2 Stellen gerundet.
| Betrag | 5 % | 10 % | 15 % | 20 % | 25 % | 50 % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 50 | 2,5 | 5 | 7,5 | 10 | 12,5 | 25 |
| 100 | 5 | 10 | 15 | 20 | 25 | 50 |
| 200 | 10 | 20 | 30 | 40 | 50 | 100 |
| 500 | 25 | 50 | 75 | 100 | 125 | 250 |
| 1.000 | 50 | 100 | 150 | 200 | 250 | 500 |
| 5.000 | 250 | 500 | 750 | 1.000 | 1.250 | 2.500 |
Mehrwertsteuer berechnen: aufschlagen und herausrechnen
Das ist die Prozentrechnung, die im deutschsprachigen Raum am häufigsten gebraucht wird. In Deutschland gilt der Regelsatz von 19 % und der ermäßigte Satz von 7 % für Lebensmittel, Bücher, Zeitungen und den Nahverkehr. In Österreich sind es 20 % als Normalsatz sowie 13 % und 10 % als ermäßigte Sätze. In der Schweiz liegt der Normalsatz seit dem 1. Januar 2024 bei 8,1 %, der reduzierte Satz bei 2,6 % und der Sondersatz für Beherbergung bei 3,8 %.
Aufschlagen: eine einzige Multiplikation
1.000 € netto zum Regelsatz tragen 1.000 × 0,19 = 190 € Umsatzsteuer, macht 1.190 € brutto. In einem Schritt: 1.000 × 1,19 = 1.190 €. Zum ermäßigten Satz werden aus 1.000 € netto entsprechend 1.070 € brutto, in Österreich 1.200 € und in der Schweiz 1.081 €.
Herausrechnen: hier wird geteilt, nicht abgezogen
An dieser Stelle rechnen sich die meisten falsch. Aus 1.190 € brutto wird der Nettobetrag nicht, indem man 19 % abzieht, sondern indem man durch 1,19 teilt: 1.190 ÷ 1,19 = 1.000 €, und die Steuer ist die Differenz von 190 €. Wer stattdessen 19 % vom Bruttobetrag nimmt, erhält 1.190 × 0,19 = 226,10 € und damit 36,10 € zu viel — die 19 % bezogen sich schließlich auf das Netto, nicht auf die Summe.
Als Merkregel: der Nettobetrag macht bei 19 % genau 84,03 % des Bruttobetrags aus, denn 1 ÷ 1,19 = 0,8403. In der Schweiz sind es bei 8,1 % entsprechend 92,51 %.
Skonto: der teuerste Prozentsatz auf jeder Rechnung
„2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen, sonst 30 Tage netto“ steht auf unzähligen deutschen Rechnungen — und sieht nach einer Kleinigkeit aus. Bei 5.000 € sind das 100 € Nachlass, zu zahlen sind 4.900 €. Der eigentliche Punkt ist aber, was der Verzicht darauf kostet: Sie kaufen sich mit 2 % genau 20 zusätzliche Zahlungstage.
Aufs Jahr gerechnet ergibt das 2 % ÷ 20 Tage × 360 Tage = 36 % pro Jahr — und auf die tatsächlich fällige Basis von 98 % bezogen sogar 36,73 %. Kein Kontokorrentkredit ist so teuer. Deshalb lautet die kaufmännische Faustregel: Skonto zieht man, notfalls auf Kredit. Wie sich solche Sätze über die Zeit aufaddieren, zeigt der Zinseszinsrechner.
Prozent oder Prozentpunkte?
Diese Verwechslung ist die folgenreichste in der ganzen Wirtschaftsberichterstattung, und Deutschland liefert dafür ein Musterbeispiel. Zum 1. Juli 2020 sank der Mehrwertsteuersatz von 19 % auf 16 %. Er fiel damit um 3 Prozentpunkte — relativ betrachtet aber um 15,7895 %, denn (16 − 19) ÷ 19 × 100 = −15,7895. Beim Zurückstellen zum Jahresende ging es um dieselben 3 Prozentpunkte, relativ jedoch um +18,75 %.
Beide Zahlen sind richtig und beschreiben denselben Vorgang. Ein Prozentpunkt ist die Differenz zweier Prozentsätze, ein Prozent eine Division. Wenn eine Schlagzeile „minus 15,8 %“ meldet, ohne die Bezugsgröße zu nennen, ist die Information unvollständig — und der Abstand zwischen „3“ und „15,8“ zeigt, warum sich die Nachfrage lohnt.
Punkte in Prozent umrechnen — und in eine Note
Bei einer Klausur ist der Prozentsatz die erreichte Punktzahl geteilt durch die erreichbare, mal 100: 87 von 120 Punkten sind (87 ÷ 120) × 100 = 72,5 %. Der Weg zurück geht genauso: 72,5 % von 120 Punkten sind wieder 87.
In der beruflichen Bildung ist der Schritt zur Note bundesweit einheitlich geregelt. Der IHK-Notenschlüssel vergibt bei 100–92 % eine 1, bei 91–81 % eine 2, bei 80–67 % eine 3, bei 66–50 % eine 4, bei 49–30 % eine 5 und darunter eine 6. Die 72,5 % aus dem Beispiel wären demnach eine 3, und die entscheidende Schwelle „bestanden“ liegt bei 50 %. An allgemeinbildenden Schulen legen die Länder eigene Schlüssel fest, die Rechnung dahinter bleibt aber dieselbe. Für den Schnitt über mehrere Fächer mit unterschiedlicher Gewichtung gibt es den Notendurchschnitt-Rechner.
Vier Fehler, die fast alle machen
Rabatte hintereinander werden multipliziert, nicht addiert
„30 % Rabatt, an der Kasse noch einmal 20 %“ ergibt keine 50 %. Aufeinanderfolgende Prozentsätze multiplizieren sich: 0,70 × 0,80 = 0,56, Sie zahlen also 56 % des Preises, und der echte Nachlass beträgt 44 %. Ein Mantel für 120 € kostet damit 67,20 € und nicht 60 €. Zweimal 20 % sind aus demselben Grund keine 40 %, sondern 36 %, denn 0,80 × 0,80 = 0,64. Den Endpreis rechnet der Rabattrechner direkt aus.
Rauf und wieder runter um denselben Prozentsatz führt nicht zurück
Ein Produkt für 100 €, das um 20 % steigt, kostet 120 €. Fällt es danach um 20 %, beziehen sich diese 20 % auf 120 und nicht mehr auf 100 — es landet bei 96 €, also 4 % unter dem Ausgangspreis. Bei großen Prozentsätzen wird die Lücke groß: +50 % und dann −50 % lassen von 100 nur 75 übrig. In der Geldanlage ist es dieselbe Arithmetik von der anderen Seite: Nach einem Verlust von 50 % braucht es +100 %, um wieder bei null zu stehen, nach −20 % immerhin +25 %.
Handelsspanne und Kalkulationsaufschlag sind nicht dasselbe
Ein Artikel wird für 100 € eingekauft und für 150 € verkauft, der Rohertrag beträgt 50 €. Bezogen auf den Einkaufspreis ist das ein Kalkulationsaufschlag von 50 %, bezogen auf den Verkaufspreis eine Handelsspanne von 33,3 %. Da der Verkaufspreis immer über dem Einkaufspreis liegt, ist die Spanne stets die kleinere der beiden Zahlen. Die Verwechslung ist der verbreitetste Kalkulationsfehler im Einzelhandel und endet zuverlässig in einer Marge, die es nie gab.
Prozentsätze darf man nicht einfach mitteln
Wer in einem Test mit 10 Fragen 90 % erreicht und in einem zweiten mit 90 Fragen 50 %, hat insgesamt nicht (90 + 50) ÷ 2 = 70 %. Es sind 9 + 45 = 54 richtige Antworten von 100 Fragen, also 54 %. Der Mittelwert von Prozentsätzen ist nur dann zulässig, wenn alle denselben Grundwert haben; sonst addiert man die Anteile auf der einen und die Ganzen auf der anderen Seite.
Der Trick, der Zeit spart: X % von Y sind Y % von X
Weil ein Prozentsatz nur eine Multiplikation ist, darf man sie umdrehen. 4 % von 75 im Kopf sind mühsam; 75 % von 4 sind ohne Nachdenken 3 — und beide Rechnungen liefern dasselbe. 18 % von 50 sind unbequem, 50 % von 18 sind 9. Sobald eine der beiden Zahlen rund oder leicht halbierbar ist, drehen Sie die Aufgabe um, und die Antwort fällt von selbst heraus.
Die 72er-Regel: wann sich ein Wert verdoppelt
Teilen Sie 72 durch den jährlichen Prozentsatz, und Sie erhalten die Anzahl Jahre, bis sich ein Wert bei diesem Wachstum verdoppelt hat. Bei 6 % pro Jahr sind das 72 ÷ 6 = 12 Jahre, bei 3 % rund 24 Jahre und bei 8 % neun Jahre. Das gilt für Ersparnisse genauso wie für Preise: eine Inflation von 3 % verdoppelt das Preisniveau in etwa 24 Jahren.
Es ist eine Näherung, keine exakte Formel. Tatsächlich sind es 11,90 Jahre bei 6 %, 23,45 Jahre bei 3 % und 9,01 Jahre bei 8 % — der Fehler bleibt bei einstelligen Sätzen klein, und dort liegen praktisch alle Kredite, Inflationsraten und Renditen. Die Regel taugt vor allem dazu, im Kopf zu prüfen, ob ein Renditeversprechen plausibel ist.
Brüche, Dezimalzahlen und Prozente sind dasselbe
1/4 = 0,25 = 25 %. Das sind drei Schreibweisen derselben Zahl, und ein Wechsel der Schreibweise ist oft die eigentliche Abkürzung: 80 mit 0,25 zu multiplizieren ist lästig, „ein Viertel von 80“ ergibt sofort 20. Von Prozent zu Dezimal kommt man durch Teilen durch 100 — das Komma wandert zwei Stellen nach links —, zurück durch Multiplizieren mit 100.
| Prozent | Bruch | Dezimal | von 200 |
|---|---|---|---|
| 5 % | 1/20 | 0,05 | 10 |
| 10 % | 1/10 | 0,10 | 20 |
| 12,5 % | 1/8 | 0,125 | 25 |
| 20 % | 1/5 | 0,20 | 40 |
| 25 % | 1/4 | 0,25 | 50 |
| 33,3 % | 1/3 | 0,333… | 66,67 |
| 50 % | 1/2 | 0,50 | 100 |
| 75 % | 3/4 | 0,75 | 150 |
Prozent im Kopf berechnen
Ein einziger Anker reicht für fast alles: die 10 %, bei denen das Komma nur eine Stelle nach links rutscht. 10 % von 84 sind 8,4; davon ausgehend sind 5 % die Hälfte (4,2), 20 % das Doppelte (16,8) und 15 % die Summe aus beiden (12,6). 1 % ist das Komma zwei Stellen nach links. Kombiniert mit dem Umdreh-Trick von oben decken Sie damit die allermeisten Prozentrechnungen des Alltags ab, ohne einen Rechner anzufassen.
Häufige Fragen
Wie berechnet man Prozent von einer Zahl?
Teilen Sie den Prozentsatz durch 100 und multiplizieren Sie mit dem Grundwert: 19 % von 1.000 € sind (19 ÷ 100) × 1.000 = 0,19 × 1.000 = 190 €. In der Schulschreibweise heißt das W = G · p ÷ 100, wobei G der Grundwert, W der Prozentwert und p der Prozentsatz ist. Der nützlichste Kopfrechen-Anker sind die 10 %, bei denen das Komma nur eine Stelle nach links rutscht: 10 % von 84 sind 8,4; davon sind 5 % die Hälfte (4,2), 20 % das Doppelte (16,8) und 15 % die Summe aus beiden (12,6).
Wie berechnet man die prozentuale Abweichung?
Ziehen Sie den Sollwert vom Istwert ab, teilen Sie durch den Betrag des Sollwerts und multiplizieren Sie mit 100: Abweichung = (Ist − Soll) ÷ |Soll| × 100. Bei einem Budget von 200.000 € und tatsächlichen 250.000 € sind das (250.000 − 200.000) ÷ 200.000 × 100 = +25 %, also eine Überschreitung; 940 Stück gegen ein Soll von 1.000 ergeben −6 %. Entscheidend ist, dass der Sollwert im Nenner steht — deshalb ist die Rechnung nicht umkehrbar: 200 auf 250 sind +25 %, 250 auf 200 aber nur −20 %. Gibt es gar keinen Sollwert, weil zwei gleichberechtigte Werte verglichen werden, nimmt man die symmetrische prozentuale Differenz |a − b| ÷ ((a + b) ÷ 2) × 100, für 200 und 250 also 22,2222 %.
Wie rechnet man die Mehrwertsteuer aus einem Bruttobetrag heraus?
Durch Teilen, nicht durch Abziehen. Aus 1.190 € brutto werden bei 19 % genau 1.190 ÷ 1,19 = 1.000 € netto, und die Steuer ist die Differenz von 190 €. Wer stattdessen 19 % vom Bruttobetrag nimmt, erhält 1.190 × 0,19 = 226,10 € und damit 36,10 € zu viel, denn die 19 % bezogen sich auf das Netto. Umgekehrt genügt eine Multiplikation: 1.000 × 1,19 = 1.190 €. Merkregel: bei 19 % macht das Netto 84,03 % des Bruttos aus. In Österreich gilt der Normalsatz 20 %, in der Schweiz seit dem 1. Januar 2024 8,1 %.
Was ist der Unterschied zwischen Prozent und Prozentpunkten?
Ein Prozentpunkt ist die Differenz zweier Prozentsätze, ein Prozent eine Division. Als der deutsche Mehrwertsteuersatz zum 1. Juli 2020 von 19 % auf 16 % sank, fiel er um 3 Prozentpunkte — relativ betrachtet aber um 15,7895 %, denn (16 − 19) ÷ 19 × 100 = −15,7895. Beim Zurückstellen zum Jahresende ging es um dieselben 3 Prozentpunkte, relativ jedoch um +18,75 %. Beide Angaben sind richtig; nennt eine Quelle nicht, welche sie meint, ist die Information unvollständig.
Sind 30 % Rabatt und danach noch einmal 20 % zusammen 50 %?
Nein, es sind 44 %. Aufeinanderfolgende Rabatte multiplizieren sich, statt sich zu addieren: 0,70 × 0,80 = 0,56, Sie zahlen also 56 % des Preises. Ein Mantel für 120 € kostet damit 67,20 € und nicht 60 €. Aus demselben Grund ergeben zweimal 20 % keine 40 %, sondern 36 %, denn 0,80 × 0,80 = 0,64. Und ein Preis, der um 20 % steigt und danach um 20 % fällt, landet nicht wieder am Anfang, sondern bei 96 % des Ausgangswerts.
Wie finde ich den Preis vor dem Rabatt?
Mit Rechner 4. Wenn Sie nach 30 % Rabatt 84 € gezahlt haben, sind diese 84 € genau 70 % des ursprünglichen Preises: 84 ÷ 70 × 100 = 120 €. Die 30 % wieder aufzuschlagen funktioniert nicht (84 × 1,30 = 109,20 €), weil sich der Rabatt auf die 120 € bezog und nicht auf den gezahlten Betrag. Allgemein gilt: Grundwert = gezahlter Preis ÷ (1 − Rabattsatz).
Werden meine Eingaben irgendwohin übertragen?
Nein. Alle fünf Rechner laufen vollständig auf Ihrem eigenen Gerät im Browser. Nichts von dem, was Sie eingeben, wird an einen Server geschickt oder gespeichert, und die Seite funktioniert nach dem Laden auch ohne Internetverbindung weiter.