Notendurchschnitt berechnen

In einem Satz: alle Noten zusammenzählen und durch die Anzahl der Noten teilen. Zählt ein Fach doppelt – zum Beispiel ein Leistungskurs –, rechnen Sie es zweimal mit. In Deutschland ist die 1 die beste und die 6 die schlechteste Note, ein kleinerer Durchschnitt ist also besser. Die Formel, mehrere Rechenbeispiele und die Punktetabelle der Oberstufe stehen weiter unten.

Die Formel für Ihren Notendurchschnitt

  • Schritt 1: Alle Noten zusammenzählen. Zählt ein Fach mehrfach, geben Sie ihm ein Gewicht (zum Beispiel seine Wochenstunden) und rechnen Note × Gewicht.
  • Schritt 2: Die Anzahl der Noten zusammenzählen – beziehungsweise die Summe aller Gewichte.
  • Schritt 3: Ergebnis aus Schritt 1 durch Ergebnis aus Schritt 2 teilen. Das ist Ihr Notendurchschnitt.
  • Als Formel: Notendurchschnitt = Summe (Note × Gewicht) ÷ Summe (Gewicht)
  • Kurzes Beispiel: die Noten 2, 1, 3, 2 und 4 ergeben zusammen 12 – geteilt durch 5 Noten sind das 12 ÷ 5 = 2,4.

Ohne Gewichtung ist das Gewicht jedes Fachs einfach 1, und die Formel wird zum ganz normalen Mittelwert. Runden Sie erst am Ende, nicht zwischendurch – sonst verschiebt sich das Ergebnis.

GPA-Rechner für US-Buchstabennoten (A–F)

Dieser Rechner arbeitet mit dem US-Notensystem: Buchstabennoten A bis F auf der 4,0-Skala, gewichtet nach Credits. Er ist gedacht für Auslandsjahr, Bewerbung oder Austauschsemester in den USA – und er ist kein Umrechner für deutsche Noten. Zwischen 1–6 und der 4,0-Skala gibt es keine amtliche Umrechnung, deshalb erfinden wir hier auch keine.

Fach (freiwillig) Note Credits Art
Ihr GPA Noten und Credits eintragen
Credits gesamt0
Qualitätspunkte0
SkalaUngewichtet (höchstens 4,0)

Gesamt-GPA (bisherigen Stand hinzufügen)

Verbinden Sie das Semester von oben mit Ihrem bisherigen Zeugnis. Tragen Sie Ihren bisherigen Gesamt-GPA ein und die Credits, die er abdeckt – wir mischen beides nach Credits (das ist kein Mittelwert aus zwei GPA-Werten).

GPA dieses Semesters
Gesamt-GPA
Credits zusammen

Tragen Sie Ihren bisherigen GPA und die dazugehörigen Credits ein, um den Gesamt-GPA zu sehen.

Ziel-GPA planen

Finden Sie heraus, welchen Schnitt Sie noch brauchen, um ein Ziel zu erreichen. Die aktuellen Werte werden aus Ihren Fächern oben übernommen – Sie können sie frei ändern.

Sie brauchen im Schnitt über Ihre verbleibenden Credits

Tragen Sie Ihren Ziel-GPA und die verbleibenden Credits ein.

CGPA ↔ Prozent (CBSE / Indien)

Nur für Indien: Rechnen Sie zwischen dem indischen 10-Punkte-CGPA und Prozent um, mit der offiziellen Richtformel des CBSE: Prozent = CGPA × 9,5. Für deutsche Noten gilt diese Formel nicht.

Tippen Sie einen CGPA oder eine Prozentzahl – der andere Wert passt sich sofort an.

Hinweis zur Schreibweise: Die Rechner oben zeigen Zahlen mit einem Punkt als Trennzeichen (US-Schreibweise), also 3.43 statt 3,43. Im Text auf dieser Seite schreiben wir wie gewohnt mit Komma.

Die Notenskala in Deutschland: 1 bis 6

Deutsche Zeugnisse arbeiten mit sechs Notenstufen. Die Wortlaute dazu sind zwischen den Bundesländern weitgehend gleich und beschreiben, wann eine Note vergeben werden soll:

NoteBezeichnungWird vergeben, wenn die Leistung …
1sehr gut… den Anforderungen in besonderem Maße entspricht
2gut… den Anforderungen voll entspricht
3befriedigend… im Allgemeinen den Anforderungen entspricht
4ausreichend… zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen noch den Anforderungen entspricht
5mangelhaft… den Anforderungen nicht entspricht, die Grundkenntnisse aber vorhanden sind
6ungenügend… den Anforderungen nicht entspricht und auch die Grundkenntnisse fehlen

Die 4 ist die schlechteste Note, mit der man noch besteht. Viele Schulen setzen zusätzlich Tendenzen und schreiben 2+ oder 2− beziehungsweise 1,7 und 2,3. Ob diese Tendenznoten in den Durchschnitt einfließen, entscheidet Ihre Schule oder Ihr Bundesland.

Rechenbeispiel: ein Zeugnis mit sechs Fächern

Wir gewichten hier nach Wochenstunden – jedes Fach zählt so oft, wie es unterrichtet wird:

  • Deutsch – Note 2 × 4 Wochenstunden = 8
  • Mathematik – Note 3 × 4 Wochenstunden = 12
  • Englisch – Note 1 × 3 Wochenstunden = 3
  • Biologie – Note 2 × 2 Wochenstunden = 4
  • Geschichte – Note 3 × 2 Wochenstunden = 6
  • Sport – Note 1 × 2 Wochenstunden = 2
  • Summe der gewichteten Noten = 8 + 12 + 3 + 4 + 6 + 2 = 35
  • Summe der Wochenstunden = 4 + 4 + 3 + 2 + 2 + 2 = 17
  • Notendurchschnitt = 35 ÷ 17 = 2,06

Ohne Gewichtung wäre es (2 + 3 + 1 + 2 + 3 + 1) ÷ 6 = 12 ÷ 6 = 2,0. Der Unterschied entsteht allein dadurch, dass Mathematik mit seinen vier Wochenstunden stärker durchschlägt als Sport mit zweien.

Gewichteter Schnitt: Wochenstunden und Leistungskurse

Ein einfacher Durchschnitt behandelt jedes Fach gleich: Noten zusammenzählen, durch die Anzahl teilen. Ein gewichteter Durchschnitt lässt manche Fächer stärker zählen. Üblich sind zwei Gewichte: die Wochenstunden eines Fachs, oder der Faktor 2 für einen Leistungskurs gegenüber einem Grundkurs.

Ein Beispiel mit zwei Leistungskursen und zwei Grundkursen:

  • Mathematik (LK) – Note 2 × Gewicht 2 = 4
  • Deutsch (LK) – Note 3 × Gewicht 2 = 6
  • Englisch (GK) – Note 1 × Gewicht 1 = 1
  • Biologie (GK) – Note 2 × Gewicht 1 = 2
  • Summe = 4 + 6 + 1 + 2 = 13, Summe der Gewichte = 2 + 2 + 1 + 1 = 6
  • Gewichteter Schnitt = 13 ÷ 6 = 2,17 – ungewichtet wären es 8 ÷ 4 = 2,0

Die beiden schwächeren Noten stehen hier in den doppelt zählenden Leistungskursen, deshalb wird der Schnitt schlechter. Wichtig: Wie gewichtet wird, legt nicht der Rechner fest, sondern Ihre Schule beziehungsweise die Prüfungsordnung Ihres Bundeslandes. Schauen Sie dort nach, bevor Sie sich auf eine Zahl verlassen.

Notenpunkte in der Oberstufe: 15 bis 0

In der gymnasialen Oberstufe wird nicht mit Noten von 1 bis 6 bewertet, sondern mit Punkten von 15 bis 0. Hier ist mehr besser – die Skala läuft also genau andersherum als bei den Noten. Je drei Punktwerte gehören zu einer Note:

PunkteNoteBezeichnung
15 / 14 / 131+ / 1 / 1−sehr gut
12 / 11 / 102+ / 2 / 2−gut
9 / 8 / 73+ / 3 / 3−befriedigend
6 / 5 / 44+ / 4 / 4−ausreichend
3 / 2 / 15+ / 5 / 5−mangelhaft
06ungenügend

Ein Kurs gilt in der Regel ab 5 Punkten als bestanden; 4 Punkte und weniger zählen als Unterkurs. Die Abiturnote selbst entsteht nicht aus einem einfachen Durchschnitt, sondern wird aus Ihrer Gesamtpunktzahl über eine feste Tabelle Ihres Bundeslandes gebildet. Rechnen Sie sie deshalb bitte nicht mit einer Faustformel selbst aus – nehmen Sie die Tabelle aus Ihrer Abiturverordnung.

Der Rechner oben: US-Buchstabennoten und die 4,0-Skala

In den USA gibt es statt Zahlen die Buchstabennoten A bis F, und jedem Buchstaben ist ein Punktwert auf einer Skala bis 4,0 zugeordnet. Der GPA ist dann der nach Credits gewichtete Durchschnitt dieser Punktwerte – dieselbe Rechnung wie oben, nur mit anderen Zahlen. Anders als bei uns ist dort mehr besser.

BuchstabennotePunktwertHonors (+0,5)AP / IB (+1,0)
A+ / A4,04,55,0
A−3,74,24,7
B+3,33,84,3
B3,03,54,0
B−2,73,23,7
C+2,32,83,3
C2,02,53,0
C−1,72,22,7
D+1,31,82,3
D1,01,52,0
D−0,71,21,7
F0,00,00,0

Ein ungewichteter GPA deckelt jedes A bei 4,0, egal wie schwer der Kurs war. Ein gewichteter GPA gibt Zuschläge für anspruchsvolle Kurse: an den meisten US-Highschools +0,5 für Honors und +1,0 für AP, IB oder Dual Enrollment. Deshalb kann ein gewichteter GPA über 4,0 liegen. Die Punktwerte legt jede Schule selbst fest – manche geben dem A+ eine 4,3, andere kennen gar kein Plus und Minus.

CGPA und Prozent in Indien (CBSE)

Indische Schulbehörden und Hochschulen rechnen häufig mit einem 10-Punkte-CGPA statt mit der US-Skala. Das CBSE gibt dafür eine Richtformel an: Multiplizieren Sie Ihren CGPA mit 9,5, um eine ungefähre Prozentzahl zu erhalten. Ein paar Anhaltspunkte:

CGPAProzent (CGPA × 9,5)
10,095,0 %
9,085,5 %
8,076,0 %
7,066,5 %
6,057,0 %
5,047,5 %

Der Faktor 9,5 gilt nur für das CBSE. Andere Einrichtungen rechnen anders (etwa CGPA × 10 oder (CGPA − 0,75) × 10). Für deutsche Noten passt keine dieser Formeln – der Abschnitt steht hier nur, weil der Rechner oben auch diese Umrechnung anbietet.

Woher unsere Noten kommen

Noten sind eine erstaunlich junge Erfindung, und ihre Geschichte wird oft erzählt, ist aber wirklich umstritten. Das früheste belegte Bewertungsschema an einer amerikanischen Hochschule wird meist Yale um 1785 zugeschrieben: Präsident Ezra Stiles teilte seine Absolventen in vier lateinische Ränge ein – Optimi (die Besten), zweite Optimi, Inferiores und Pejores. Die vertrauten Buchstabennoten A bis F werden gewöhnlich auf das Mount Holyoke College im Jahr 1897 zurückgeführt (zunächst A bis E, wobei das E im Jahr darauf durch F ersetzt worden sein soll, damit niemand es für „Excellent" hält).

Solche „Ersten Male" sollte man mit Vorsicht genießen – Fachleute streiten über die Details, und zum US-Standard wurden Buchstabennoten erst etwa in den 1940er-Jahren. In Deutschland setzte sich dagegen die Skala von 1 bis 6 durch, die aus dem preußischen Schulwesen des 19. Jahrhunderts stammt und bis heute in allen Bundesländern gilt. Gemeinsam ist beiden Systemen der Grundgedanke: aus vielen einzelnen Urteilen eine einzige, vergleichbare Zahl machen. Genau das tut Ihr Notendurchschnitt.

Halbjahresschnitt und Gesamtschnitt

Ihr Halbjahresschnitt deckt nur einen Zeitraum ab: die gewichteten Noten dieses Halbjahres, geteilt durch die Gewichte dieses Halbjahres. Ihr Gesamtschnitt ist die Zahl, die die meisten Menschen meinen, wenn sie von „meinem Schnitt" sprechen – und dabei passiert ein sehr häufiger Fehler. Ein Gesamtschnitt ist nicht der Mittelwert Ihrer Halbjahresschnitte. Er wird aus den laufenden Summen neu gerechnet: alle gewichteten Noten zusammenzählen, alle Gewichte zusammenzählen, teilen.

Warum das wichtig ist? Weil Zeiträume mit mehr Fächern oder mehr Wochenstunden schwerer wiegen. Ein sehr gutes Halbjahr mit wenigen Kursen gleicht ein volles Halbjahr nicht eins zu eins aus – der größere Zeitraum zieht stärker. Rechnen Sie deshalb immer über alle Halbjahre zusammen und teilen Sie einmal am Ende, statt zwei Schnitte zu mitteln.

Wie Hochschulen Ihren Schnitt lesen

Für viele Studiengänge zählt die Abiturnote unmittelbar. Wo es mehr Bewerbungen als Plätze gibt, spricht man vom Numerus clausus (NC). Ein weit verbreitetes Missverständnis: der NC ist keine Hürde, die vorher festgelegt wird. Es ist der Wert der oder des zuletzt zugelassenen Bewerberin oder Bewerbers in einer Runde. Er entsteht also erst hinterher und ändert sich jedes Semester. Ein NC aus dem Vorjahr ist ein Anhaltspunkt, keine Zusage und keine Absage.

Bei den bundesweit zulassungsbeschränkten Fächern – Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie – werden die Plätze über hochschulstart.de nach drei Quoten vergeben: 30 % Abiturbestenquote, 10 % zusätzliche Eignungsquote und 60 % Auswahlverfahren der Hochschulen. Nur in der ersten Quote entscheidet die Abiturnote allein; in den anderen beiden zählen zusätzlich Tests, Ausbildungen oder Berufserfahrung. Ein sehr guter Schnitt hilft also, ist aber nicht der einzige Weg.

Bei einer Promotion tauchen in Deutschland dieselben lateinischen Prädikate auf wie an amerikanischen Hochschulen: summa cum laude (mit Auszeichnung), magna cum laude (sehr gut), cum laude (gut) und rite (genügend). Welche Leistung zu welchem Prädikat führt, legt jede Fakultät in ihrer Promotionsordnung selbst fest – einen bundesweiten Maßstab gibt es nicht.

Wiederholungen, unbenotete Fächer und andere Sonderfälle

Echte Zeugnisse enthalten mehr als saubere Noten, und wie sich die Sonderfälle auf den Schnitt auswirken, hängt von Ihrer Schule oder Hochschule ab. Nehmen Sie das Folgende deshalb als übliches Muster, nicht als allgemeine Regel:

  • Wiederholte Prüfungen – meist zählt die neue Note, der erste Versuch bleibt aber in der Akte vermerkt. Fast immer gibt es Grenzen: nur bestimmte Fächer, nur eine bestimmte Anzahl von Versuchen.
  • Unbenotete Fächer – steht im Zeugnis nur „teilgenommen" oder „bestanden" statt einer Zahl, gibt es keine Note zum Mitrechnen. Lassen Sie diese Fächer einfach weg.
  • Nicht erteilte Noten – etwa bei langer Krankheit. Sie fließen nicht in den Schnitt ein, solange keine Note nachgetragen wird.
  • Zusatzkurse und freiwillige Fächer – ob sie zählen, regelt Ihre Zeugnisordnung. Manchmal dürfen sie den Schnitt nur verbessern, nie verschlechtern.

Notensysteme weltweit

Die deutsche Skala von 1 bis 6 ist nur eine von vielen. Wenn Sie sich im Ausland bewerben oder Zeugnisse vergleichen, hilft ein Überblick – und der Hinweis, dass jede Umrechnung zwischen diesen Systemen immer nur ungefähr sein kann:

SystemSkalaBeste Note
Deutschland (Schule)1 bis 6 (kleiner ist besser)1 (sehr gut); 4 ist die schlechteste bestandene Note
Deutschland (Oberstufe)15 bis 0 Punkte (mehr ist besser)15 Punkte
USA0,0 bis 4,0 GPA (mehr ist besser)4,0 (A); gewichtet auch darüber
Indien10-Punkte-CGPA10
Großbritannien (honours)First / 2:1 / 2:2 / ThirdFirst Class (ab etwa 70 %)
Europa (ECTS)Buchstabennoten A bis FA (bestes Band der bestandenen Noten)

Viele deutsche Hochschulen rechnen ausländische Noten mit der sogenannten modifizierten bayerischen Formel um: Note = 1 + 3 × (Nmax − Nd) ÷ (Nmax − Nmin). Dabei ist Nmax die beste erreichbare Note, Nmin die schlechteste noch bestandene Note und Nd Ihre eigene Note. Beispiel für einen US-GPA von 3,5 bei Nmax = 4,0 und Nmin = 2,0: 1 + 3 × (4,0 − 3,5) ÷ (4,0 − 2,0) = 1,75. Welche Werte für Nmax und Nmin gelten und wie gerundet wird, legt die jeweilige Hochschule fest – deshalb rechnet dieses Tool das bewusst nicht automatisch für Sie aus. Auskunft geben die Zeugnisbewertung der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen und die Datenbank anabin.

Warum gleiche Noten verschiedene Schnitte ergeben

Zwei Zeugnisse mit denselben Noten können zu unterschiedlichen Schnitten führen, weil die Regeln drumherum verschieden sind. Der häufigste Grund ist die Gewichtung: Rechnet Ihre Schule nach Wochenstunden, schlägt ein vierstündiges Hauptfach doppelt so stark durch wie ein zweistündiges Nebenfach. Rechnet sie ohne Gewichtung, zählt jedes Fach gleich viel.

Der zweite Grund sind die Tendenznoten. Wo eine 2+ als 1,7 in die Rechnung eingeht, entsteht ein anderer Schnitt als dort, wo dieselbe Leistung schlicht als 2 zählt – über ein ganzes Zeugnis summiert sich das spürbar. Der dritte Grund ist die Auswahl der Fächer: Manche Ordnungen nehmen alle Fächer, andere nur die Kernfächer, wieder andere lassen Sport oder Wahlfächer außen vor. Wenn Sie Ihren Schnitt für eine Bewerbung brauchen, lesen Sie deshalb immer erst nach, welche Fächer mit welchem Gewicht zählen.

Ein Rechenbeispiel über zwei Halbjahre

Weil ein Gesamtschnitt aus laufenden Summen entsteht und nicht aus gemittelten Halbjahresschnitten, lohnt sich der Blick auf die Zahlen. Stellen Sie sich zwei Halbjahre vor:

  • 1. Halbjahr – 20 Wochenstunden, Summe der gewichteten Noten 48 → Schnitt = 48 ÷ 20 = 2,4
  • 2. Halbjahr – 14 Wochenstunden, Summe der gewichteten Noten 35 → Schnitt = 35 ÷ 14 = 2,5
  • Die beiden Schnitte zu mitteln ergäbe (2,4 + 2,5) ÷ 2 = 2,45 – das ist falsch.
  • Richtig ist die Rechnung über die Summen: (48 + 35) ÷ (20 + 14) = 83 ÷ 34 = 2,44

Der Unterschied ist hier klein, wächst aber, sobald sich die Halbjahre in ihrem Umfang stark unterscheiden: Das größere erste Halbjahr zieht den echten Gesamtschnitt näher an seine 2,4. Die Regel lautet deshalb immer: erst alle gewichteten Noten und alle Gewichte zusammenzählen, dann einmal teilen.

Wie Sie Ihren Notendurchschnitt wirklich verbessern

Ein Schnitt hat eine gewisse Trägheit, und wer die Rechnung versteht, setzt sich realistischere Ziele:

  • Frühe Noten wiegen am schwersten. Bei einem Schnitt von 2,0 aus zehn Noten macht eine 5 daraus 2,27. Bei einem Schnitt von 2,0 aus dreißig Noten macht dieselbe 5 nur noch 2,10. Der Grund ist einfach: Der Nenner wird immer größer.
  • Die Gewichtung ist der Hebel. Eine gute Note in einem vierstündigen Hauptfach bringt doppelt so viel wie dieselbe Note in einem zweistündigen Nebenfach. Stecken Sie Ihre Zeit dorthin, wo das Gewicht am größten ist.
  • Eine 5 schadet doppelt. Sie bringt eine hohe Zahl in die Summe und ihr Gewicht bleibt im Nenner stehen. Ein Fach von einer 5 auf eine 3 zu bringen, ist meist die größte einzelne Verbesserung, die überhaupt möglich ist.
  • Rechnen Sie vorher durch. Tragen Sie Ihre bisherigen Noten ein und ergänzen Sie die Noten, die Sie sich für das nächste Halbjahr vornehmen. Dann sehen Sie vor dem Halbjahr, was ein bestimmtes Ziel überhaupt bewirken kann.

Ist mein Notendurchschnitt gut? Das kommt darauf an, wofür

Eine allgemeine Grenze für einen „guten" Schnitt gibt es nicht – die ehrliche Antwort lautet: Es hängt vollständig davon ab, wofür Sie ihn brauchen. Die folgenden Anhaltspunkte werden häufig genannt, sind aber keine festen Regeln:

  • Ein Schnitt um 2,0 oder besser gilt in vielen Zusammenhängen als solide. Für eine Ausbildung schauen Betriebe oft ohnehin gezielt auf die Noten in Deutsch, Mathematik und Englisch statt auf den Gesamtschnitt.
  • Für zulassungsbeschränkte Studiengänge zählt der NC des jeweiligen Fachs und Semesters. Bei Medizin lag die Grenze in der Abiturbestenquote zuletzt fast überall im Einser-Bereich, bei vielen anderen Fächern deutlich darunter.
  • Für den Zugang zu einem Master verlangen viele Hochschulen einen Bachelor-Schnitt von etwa 2,5 oder besser – die genaue Grenze steht in der Zugangsordnung des Studiengangs.
  • Bei Stipendien ist der Schnitt meist nur ein Baustein neben Engagement, Motivationsschreiben und Gutachten.

Praktisch heißt das: Jagen Sie keiner magischen Zahl hinterher. Suchen Sie die Grenze, die für Ihr Ziel gilt – die Mindestnote eines Studiengangs, die Regel Ihrer Schule – und rechnen Sie dann aus, wo Sie stehen und was Ihnen noch fehlt.

Häufige Fragen

Wie berechnet man den Notendurchschnitt?

Zählen Sie alle Noten zusammen und teilen Sie die Summe durch die Anzahl der Noten. Beispiel: Die Noten 2, 1, 3, 2 und 4 ergeben zusammen 12. Geteilt durch 5 Noten sind das 12 ÷ 5 = 2,4. Ihr Notendurchschnitt ist also 2,4. In Deutschland ist die 1 die beste und die 6 die schlechteste Note – ein kleinerer Durchschnitt ist damit besser. Sollen einzelne Fächer stärker zählen, rechnen Sie gewichtet: für jedes Fach Note × Gewicht, alles zusammenzählen und durch die Summe der Gewichte teilen.

Wie rechne ich mit Wochenstunden oder Leistungskursen?

Geben Sie jedem Fach ein Gewicht – zum Beispiel seine Wochenstunden, oder den Faktor 2 für einen Leistungskurs. Rechnen Sie dann für jedes Fach Note × Gewicht, zählen Sie alle Ergebnisse zusammen und teilen Sie durch die Summe der Gewichte. Beispiel: Mathe mit einer 2 als Leistungskurs (Gewicht 2) und Sport mit einer 1 als normales Fach (Gewicht 1) ergeben (2 × 2 + 1 × 1) ÷ (2 + 1) = 5 ÷ 3 = 1,7. Der einfache Mittelwert wäre 1,5 gewesen. Ob und wie stark Ihre Schule gewichtet, steht in der Ordnung Ihres Bundeslandes.

Welche Noten gibt es in Deutschland und was bedeuten sie?

Es gibt sechs Notenstufen: 1 = sehr gut, 2 = gut, 3 = befriedigend, 4 = ausreichend, 5 = mangelhaft und 6 = ungenügend. Die 4 ist die schlechteste Note, mit der man noch besteht; 5 und 6 gelten als nicht bestanden. Viele Schulen setzen zusätzlich Tendenzen und schreiben zum Beispiel 2+ oder 2− beziehungsweise 1,7 und 2,3. Ob solche Tendenznoten in den Durchschnitt einfließen, entscheidet die Schule oder das Bundesland – schauen Sie im Zweifel in Ihre Zeugnisordnung.

Wie hängen Notenpunkte (15 bis 0) und Noten (1 bis 6) zusammen?

In der gymnasialen Oberstufe wird mit Punkten von 15 bis 0 bewertet statt mit Noten. Je drei Punktwerte gehören zu einer Note: 15, 14 und 13 Punkte sind 1+, 1 und 1−; 12, 11 und 10 Punkte sind 2+, 2 und 2−; 9, 8 und 7 Punkte sind 3+, 3 und 3−; 6, 5 und 4 Punkte sind 4+, 4 und 4−; 3, 2 und 1 Punkt sind 5+, 5 und 5−; 0 Punkte sind eine 6. Achtung: Bei Punkten ist mehr besser, bei Noten weniger – die beiden Skalen laufen genau andersherum. Die Abiturnote selbst wird aus der Gesamtpunktzahl nach einer festen Tabelle Ihres Bundeslandes gebildet; rechnen Sie sie nicht mit einer Faustformel selbst aus.

Zählen eine 5 oder eine 6 in den Durchschnitt?

Ja. Eine 5 oder 6 wird ganz normal mitgezählt und zieht den Durchschnitt nach oben – und oben heißt in Deutschland schlechter. Beispiel: Die Noten 2, 2 und 2 ergeben einen Schnitt von 2,0. Kommt eine 5 dazu, sind es (2 + 2 + 2 + 5) ÷ 4 = 11 ÷ 4 = 2,75. Fächer ohne Note – etwa mit dem Vermerk „teilgenommen" – lassen Sie einfach weg. Welche Fächer im Zeugnis überhaupt in den Schnitt eingehen, regelt Ihre Schule.

Sind meine Daten sicher?

Ja. Diese Seite läuft direkt in Ihrem Browser. Ihre Noten, Fächer und Gewichtungen werden nicht an einen Server geschickt, nichts wird hochgeladen und nichts wird gespeichert – wenn Sie den Tab schließen, sind die Eingaben weg. Sobald die Seite einmal geladen ist, funktioniert sie auch ohne Internetverbindung.

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